Nicht mal mehr wir selbst

by THOUGHTS PAINT THE SKY

Nicht mal mehr wir selbst cover art
/
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04:52
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04:41
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about

Tracklist of "Nicht mal mehr wir selbst"
(all songs included in download!)

1. Guten Appetit 03:18
2. Klavier, Klavier 03:26
3. Ein Gedicht 04:52
4. Ode To Self 03:06
5. Allerhöchste Eisenbahn 03:31
6. Don Quijote 01:36
7. Chaostheorie 03:12
8. Wunschkonzert 04:24
9. Rien ne va plus 04:55
10. Lebewohl 04:41
11. Goldener Schnitt 05:15
12. Gemälde 07:36

credits

released 25 November 2011
Daniel Senzek - vocals, acoustic guitar, concert guitar
Florian Uteschil - drums, vocals
Mario Wolf - acoustic guitar, vocals, keys
Thomas Völtl - bass, vocals

guest vocals and additional lyrics for "Allerhöchste Eisenbahn": David Frings

music: TPTS // lyrics: Daniel

recorded at Comude, Cologne in june 2011.
produced/recorded/mixed by Bastian Hartmann.
mastered by Philipp Welsing

artwork/photos: dromsjel.de

released by Midsummer Records (MRS027)
www.midsummer-records.de

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Track Name: Klavier, Klavier
Eingefahren, stolz wie Oskar – aber eben nur auf einen selbst.

Und ab in die Einbahnstraße – ein Weg ohne Wiederkehr.

Man möchte schreien.
Unerträglich bis ins Mark.
Flucht aus Routine, Tunnelblick ins Nichts.

Bis zum Geht-nicht-mehr und noch weiter.
Hochschaukeln und ertragen was längst schon überfällig...
Hochschaukeln und ertragen was längst schon überfällig ist.

Ein Netz aus Missverständnissen. Und es wird dünner –
großmaschig und morsch.
Und Verschlüsselung ist oberstes Gebot – höher als Reinheit oder Prozente.

Und stets kurz vor der Eruption und doch so subtil.

Und doch so subtil.
Ohne es zu merken macht ihr mir das Lächeln schwer.
(Man möchte schreien.)
Mehr als nur zwischen den Stühlen, gefangen im eigenen Gen.
(Unerträglich bis ins Mark.)
Enterbt mich von euren Marotten.

Und doch bin ich gerne hier – vor vier.
Track Name: Ein Gedicht
Endstation Rastlosigkeit.
Und all die Ketten schnüren sich noch enger um mich.
Kleine Rädchen in deinem System.
Und wir halten uns auf Kurs, Richtung Einfältigkeit.
Und wer bestimmt den Weg? Doch wohl niemals nur du selbst.
Und mit Blick nach vorn die Zukunft schon hinter sich?
Wer bestimmt den Weg? Doch wohl niemals nur du selbst.

Himmelweit der Unterschied
zwischen dir und mir und all den Anderen,
die nicht kämpfen, die nur fliehen –
sich gekonnt aus der Affäre ziehen.

Ganz unbewusst vertrauen auf Glück.

Sei unbesorgt, die Party steigt auch ohne mich
in unerreichte Höhen.
Flieg hoch hinaus, der Sonne entgegen.
Ikarus, pass auf! Nur ein geflügeltes Wort?
Bist du dir da treu? Und was sind so deine Pläne?
Läuft doch alles wie von selbst – köstlich, ein Gedicht!

Himmelweit der Unterschied zwischen dir und mir und all den Anderen,
die nicht kämpfen, die nur fliehen – sich gekonnt aus der Affäre ziehen.

Ganz bewusst - Vertrauen auf gut Glück.

Multiple Choice oder doch mal etwas gelernt?
Drehbuchreifer Verlauf und alle Ziele niemals fern.
Ein verdientes Ende. Ende.
Ein verdientes Ende. Ende.

Himmelweit der Unterschied zwischen dir und mir und all den Anderen,
die nicht kämpfen, die nur fliehen – sich gekonnt aus der Affäre ziehen.
Ist Himmelweit nicht übertrieben? Es liegt nun mal im Eifer des Gefechts.
Wer kann schon kämpfen ohne zu fliehen? Du und ich, wir sind ja sowas von verschieden.
Track Name: Wunschkonzert
Aus der Haut fahren – mit Fingerspitzengefühl!
Denn ich bin doch kein Elefant
und dies hier ist ganz bestimmt kein Porzellan.
Das ist mein Vermächtnis und da hängt mein Leben dran.

Im Nachklang viel zu leise, rückblickend wie in Zeitlupe
und doch immer einem selbst voraus.
Die Bilder, sie holen dich ein, sie tun das so gern,
werden sie doch gehegt und gepflegt, würdig sortiert,
stets mit Soundtrack unterlegt.

In dem Moment dann auch am Ende mit meinem Latein.
Und das, das soll ja auch so sein.
Wissen auf Standby, nur auf Bewegung lässt man sich ein.
Die beste Verschwendung unserer Zeit. Als ob wir’s uns leisten könnten!

Aus der Haut fahren – mit Fingerspitzengefühl!
Denn ich bin doch kein Elefant
und dies hier ist ganz bestimmt kein Porzellan.
Das ist mein Vermächtnis und da hängt mein Leben dran.

Hier spielt die Musik!
Hier spielt die Musik!
Hier spielt die Musik!
Kopfkino auf repeat.
Track Name: Lebewohl
Die guten Jahre bleiben am besten frisch.
Hartnäckig/beständig – eben wie man’s nimmt.
Und mir fehlt die Stille,
Stille ohne schlechtes Gewissen und ohne jegliche Angst.

Und all die Songs, die ich nie schrieb, all die Zeilen,
die ich schrie, die mich am Leben hielten. Eingebrannt
in Mark und Bein. All die Fetzen, die sich Gedanken nannten,
vertont mit Augen zu und durch.

Sag bloß du siehst mich nicht.
Hier, hinter all den Wänden und verschlossenen Türen.
Die Ohren sind gespitzt
mit gar weichem Gang

genau dazu bestimmt nicht aufzufallen und doch
vehement erkannt, gleichwertig verkannt.
Die Sache scheint gelaufen, wir gehen alle unseren Weg.
Als die Autos rückwärts fuhren, da war’s noch nicht zu spät.

Oh, so gern
hätte ich da ein Wörtchen mitgeredet.
Lichter fliegen vorbei,
verglühen so furchtbar schnell.

Und all die Songs, die ich nie schrieb, all die Träume,
die ich mied, die mich am Leben hielten. Eingebrannt
in Mark und Bein. All die Fetzen, die sich Gedanken nannten,
vertont mit Augen zu und durch.
Track Name: Goldener Schnitt
Gedanken sind wie Fenster – man muss sie auch mal öffnen!
Sieh nach draußen, halt den Kopf in den Wind,
und atme.
Atme eine Prise deiner neu entdeckten Freiheit.
Zeig mir die Farben, zeig mir die Lichter –
wo willst du hin, wo willst du bleiben?
Und wie kann ich das alles rechtfertigen?

Doch wer sich verteidigt, der klagt sich an.
Und alle leiden wir und sind doch wunderbar
angepasst – an die Macken eurer
Oberflächlichkeit.

Wir lassen uns malen,
spannen unser eigenes Netz.
Ein Gemälde, das vor Makeln nur so strotzt.
Wir fallen aus Rahmen, halten uns doch daran fest.

Wir hören uns sagen: „Hier sind wir nicht mal mehr wir selbst!“
Wir hören uns sagen: „Hier sind wir nicht mal mehr wir selbst!“
„Nicht mal mehr wir selbst!“
„Hier sind wir nicht mal mehr wir selbst!“

Voller Stolz und Inbrunst - lasst es die Welt wissen.
Schreibt es riesig an Wände, verteilt es in der ganzen Stadt!

Doch wer sich verteidigt, der klagt sich an?
Und alle leiden wir und sind doch wunderbar
angepasst – an die Macken eurer
Oberflächlichkeit.

Gefangen in den Tiefen der Realität.
Künstlich geschaffen, gebieterisch bodenlos.
Glatte Wände, keine Türen, immer up to date.
Alle wie keiner und keiner wie du selbst.
Und ganz nebenbei ein wenig Roulette: setz deine Kindheit –
eine Sorge weniger! Gewinn den Schatten deiner selbst.

Pure Entfremdung und doch so vernetzt.

Hier sind wir nicht mal mehr wir selbst!
Schwarz-Weiß-Malerei
oder doch nachcoloriert?

Wir sehen uns im Museum.